Verfasst von
MJ-Conlog Redaktion
05.06.2026
•
5
Min. Lesedauer

Standardcontainer und High-Cube-Container sind die beiden häufigsten Containerarten. Äußerlich ähneln sie sich stark, im Detail unterscheiden sie sich aber entscheidend, vor allem in der Höhe. Dieser Ratgeber zeigt die Unterschiede und hilft Ihnen, den passenden Container für Ihren Einsatzzweck zu wählen.
Beide Typen teilen sich Länge, Breite und die genormten Anschlussmaße. Der Unterschied liegt in der Höhe und damit im nutzbaren Volumen:
Grundfläche und Stapelbarkeit bleiben gleich, sodass sich High Cubes problemlos in bestehende Logistikketten einfügen.
Der wichtigste Unterschied sind die rund 30 cm Mehrhöhe des High Cube. Bei identischer Grundfläche entsteht dadurch spürbar mehr Rauminhalt. Auch die Türöffnung fällt höher aus, beim High Cube etwa 2,59 m statt rund 2,28 m beim Standard. Das erleichtert das Beladen hoher Güter mit Stapler oder Hubwagen.
Mehr Höhe bedeutet mehr Volumen, nicht zwingend mehr Gewicht. Die zulässige Nutzlast liegt bei beiden Typen in einer ähnlichen Größenordnung. Der High Cube spielt seine Stärke deshalb vor allem bei voluminöser, leichter Ware aus, bei der das Volumen und nicht das Gewicht der begrenzende Faktor ist.
Der Standardcontainer ist ideal für klassische Lagerung, Stückgut und Standardpaletten. Ist die Ladehöhe unkritisch, ist er die kostengünstigere und vielerorts am leichtesten verfügbare Wahl. Für reine Lagerzwecke auf Hof, Baustelle oder Betriebsgelände genügt er in den meisten Fällen.
Der High Cube empfiehlt sich für sperrige oder hohe Güter und überall dort, wo zusätzliche Stehhöhe zählt. Auch als Basis für Umbauten ist er die erste Wahl, weil nach dem Einbau von Boden, Dämmung und Decke mehr nutzbare Höhe übrig bleibt.
Soll aus dem Container ein Büro-, Aufenthalts-, Werkstatt- oder Technikraum werden, ist die Innenhöhe entscheidend. Dämmung, Beleuchtung und Bodenaufbau kosten schnell mehrere Zentimeter Höhe. Beim Standardcontainer wird es danach niedrig, beim High Cube bleibt eine komfortable Stehhöhe erhalten. Für Ausbauprojekte ist der High Cube daher fast immer die sinnvollere Grundlage.
Bei Transport und Aufstellung sollten Sie die größere Höhe des High Cube einplanen. Auf dem Tieflader fällt die Gesamthöhe entsprechend höher aus, was bei niedrigen Durchfahrten, Toren oder Brücken am Zielort eine Rolle spielen kann. Untergrund und Zufahrt gelten für beide Typen gleichermaßen: tragfähig, eben und für den LKW zugänglich.
Standardcontainer sind in der Regel etwas günstiger und besonders breit verfügbar. High Cubes kosten je nach Markt und Zustand etwas mehr, bieten dafür mehr Volumen pro Stellfläche. Beide Typen gibt es neu aus einmaliger Seereise sowie geprüft gebraucht mit gültiger CSC-Plakette, sodass sich für jedes Budget eine passende Lösung findet.
Diese Fragen führen schnell zur richtigen Wahl:
Geht es um Höhe, Volumen oder einen späteren Ausbau, ist der High Cube die richtige Wahl. Für reine Standardlagerung genügt der klassische 20- oder 40-Fuß-Container.
Brauchen Sie maximale Höhe und Volumen oder planen einen Ausbau, ist der High Cube die richtige Wahl. Für klassische Lagerung von Paletten und Stückgut genügt der Standardcontainer und spart Kosten. Bei Unsicherheit beraten wir Sie gern persönlich und finden gemeinsam den passenden Container.